Theater trifft Abiturstoff – Deutschunterricht on tour!

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur abiturrelevanten Pflichtlektüre „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist besuchte ein Deutschkurs der Q-Phase (12 D3) die gleichnamige Inszenierung im Kulturhaus Frankfurt. Das Theaterstück wurde auf der Bühne lebendig und eröffnete neue Perspektiven auf Figuren, Sprache und zentrale Konflikte des Dramas. Der Theaterbesuch bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Textkenntnisse mit einer modernen Inszenierung zu vergleichen und kritisch zu reflektieren. Im Anschluss entstanden im Unterricht eigene Theaterrezensionen. Aus diesen Einzelarbeiten wurde gemeinsam eine Fassung zur Veröffentlichung erarbeitet – ein kreativer und produktiver Abschluss der Unterrichtsreihe, der literarische Analyse mit praktischer Schreibkompetenz verbindet. So wird Literaturunterricht lebendig, aktuell und praxisnah.

Hier die Rezension: 

„Der zerbrochne Krug“ im Kulturhaus Frankfurt

„Sprich, Evchen, war´s der Lebrecht nicht, mein Herzchen?“

Die moderne Inszenierung von Kleists Lustspiel verbindet originale Sprache mit zeitge-

nössischen Kostümen und digitalen Elementen. Im Zentrum steht der Machtmissbrauch

in der Justiz: Dorfrichter Adam ist selbst der Schuldige und versucht, seine Tat mit Lügen

zu vertuschen.

Starke schauspielerische Leistungen und ein wandelbares Bühnenbild überzeugen,

auch wenn der Kontrast zwischen historischer Sprache und moderner Darstellung stel-

lenweise irritiert.

Als Ergänzung zur Lektüre sehr empfehlenswert – mit klarer Botschaft, die auch heute

noch aktuell ist.

Auf Basis der Rezension von Lina El Bakhchouch & Ina Ehrmann, 12 D3

“The Broken Jug” at the Kulturhaus Frankfurt 

“Tell me, Evchen, wasn’t it Lebrecht, my dear?” 

The modern production of Der zerbrochne Krug combines the original language with contemporary costumes and digital elements. At the center is the abuse of power within the justice system: Village judge Adam is himself the guilty party and tries to cover up his crime with lies. Strong acting performances and a versatile stage design are convincing, even if the contrast between the historical language and the modern presentation is occasionally irritating. Highly recommended as a complement to reading the play – with a clear message that is still relevant today. 

Based on the review by Lina El Bakhchouch & Ina Ehrmann, 12 D3.

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