Projektfahrt nach Dachau Juni 2026

„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ Max Mannheimer

Vom 22.06. bis zum 24.06.2026 besuchten wir, 14 Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit unseren Lehrerinnen Frau Müller und Frau Götzinger in der Projektwoche die Gedenkstätte Dachau im Rahmen einer mehrtägigen Gedenkstättenfahrt in Kooperation mit dem Max- Mannheimer-Studienzentrum. Aufgrund der aktuellen antisemitischen, rassistischen und rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft war ein Anliegen des Projekts, die Demokratiebildung und die Holocaust Education zu stärken. Am Tag der Anreise haben wir den Nachmittag in der Jugendherberge verbracht und unseren sehr freundlichen Seminarleiter, Chris, kennengelernt. Er hat uns in unsere Themen für die Projekttage, die NS-Zeit und das KZ in Dachau eingeführt und uns anschließend das bevorstehende Programm vorgestellt.Am Dienstagvormittag waren wir in der Gedenkstätte in Dachau. Dort haben wir eine sehr interessante Führung über das Gelände bekommen und uns wurden Einblicke in verschiedene Gebäude des ehemaligen KZ gezeigt. Uns wurde erklärt, wie schrecklich und menschenunwürdig die Gefangenen in Dachau damals behandelt wurden. Außerdem haben wir uns intensiv damit auseinander gesetzt, wie mit den Überlebenden in der Nachkriegszeit umgegangen wurden und wie die Gesellschaft mit dem Tod so vieler Menschen umgegangen ist. Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit, einen Instagram-Workshop durchzuführen. Bei dem Workshop setzten wir uns kritisch mit veröffentlichten Beiträge, die in der Gedenkstätte bzw. über den Ausflug dahin berichteten, auseinander. Anschließend hielten wir fest, was einen gelungenen Instagram-Beitrag über eine Gedenkstätte ausmacht. Im Anschluss daran nahmen wir an einem biographischen Workshop teil. Dabei beschäftigten wir uns in Zweiergruppen mit Lebensgeschichten von Menschen, die das Konzentrationslager in Dachau überlebt hatten. Anhand von Dokumenten und biographischen Materialien lernten wir ihre persönlichen Schicksale, Erfahrungen während der Verfolgung und ihren weiteren Lebensweg kennen. Anschließend stellten wir uns die jeweiligen Personen gegenseitig vor und tauschten uns über die gewonnen Eindrücke aus. Der Workshop machte deutlich, dass hinter den historischen Ereignissen individuelle Menschen mit eigenen Lebensgeschichten stehen und ermöglichte einen persönlichen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus, was uns sehr bewegte.Am Mittwoch hatten wir im Max Mannheimer Studienzentrum Besuch von der Zeitzeugin Dr. Eva Umlauf, eine der jüngsten Holocaust-Überlebenden. Sie wurde 1942 in einem Arbeitslager geboren und hat uns einen tiefen Einblick in ihre Lebensgeschichte gegeben und wir hatten die Möglichkeit, ihr unsere Fragen zu stellen. Dr. Eva Umlauf ist es ein großes Bedürfnis ihre Geschichte an die nächsten Generationen weiterzugeben, um damit das Vergessen zu verhindern. Dieses Gespräch werden wir noch lange in Erinnerung behalten. Auch die gemeinsamen Abende in ungezwungener Atmosphäre, lustige Busfahrten und unsere Gespräche trugen dazu bei, die Erfahrungen gemeinsam zu verarbeiten und den Gruppenzusammenhalt zu stärken. Das Projekt war für uns alle eine prägende und bereichernde Erfahrung und unser Bewusstsein für die Bedeutung von Erinnerungskultur, Menschenrechten und demokratischen Werten geschärft. Wir hoffen, dass das Projekt auch für zukünftige interessierte Schülerinnen und Schüler ermöglicht werden kann.

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