Besuch von Nachfahren von Holocaust-Überlebenden

Im Rahmen einer Gesprächsrunde durften wir Janine Pollack begrüßen, die heute mit ihrem Mann in New York lebt. Sie berichtete den Schülerinnen und Schülern von der Geschichte ihrer Familie und den Folgen der nationalsozialistischen Verfolgung.

Janines Vater musste 1937 im Alter von fünf Jahren gemeinsam mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten aus Frankfurt nach England fliehen, weil die Familie jüdisch war. Später wanderte die Familie in die USA aus. Aus der Perspektive einer Nachfahrin schilderte Janine Pollack, welche Erkenntnisse sie über die Geschichte ihrer Familie gewonnen hat und wie sie diese über viele Jahre hinweg recherchiert und aufgearbeitet hat.

Im anschließenden Austausch ging es vor allem um die Frage, wie Ausgrenzung, Antisemitismus und gesellschaftliche Spaltung verhindert werden können,  besonders in einer Zeit, in der populistische Strömungen weltweit wieder an Bedeutung gewinnen.

Ihr Fazit war klar: Viel reisen, miteinander reden, Fragen stellen und neugierig bleiben. Nur wenn Menschen einander begegnen und offen miteinander ins Gespräch kommen, können Vorurteile abgebaut werden. Denn, so ihre zentrale Botschaft: Wir haben weit mehr gemeinsam, als uns voneinander trennt.

Wir bedanken uns herzlich bei Janine Pollack für ihren Besuch und die eindrucksvollen Einblicke in ihre Familiengeschichte.

Ein besonderer Dank gilt außerdem den freiwilligen Helferinnen und Helfern des Projekts, die durch ihre Unterstützung und ihr Engagement diese Begegnung ermöglicht haben.

 

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